„Recht auf Behaglichkeit“? Ja seid ihr denn nicht mehr ganz dicht?

Heute Mittag spülte Twitter meiner Herzdame und mir den Artikel „Politische Korrektheit bedroht die freie Rede“ von Jochen Buchsteiner aus der FAZ auf den Esstisch. Und ich habe dazu, nachdem sich mein Blutdruck wieder halbwegs beruhigt hat, einiges zu sagen. „„Recht auf Behaglichkeit“? Ja seid ihr denn nicht mehr ganz dicht?“ weiterlesen

„Zahlen Sie zusammen oder getrennt?“

OK, ich gebe es zu, ich bin hochgradig verwirrt. Es ist meiner Herzdame (sehend) und mir (blind) heute innerhalb kurzer Zeit zum zweiten Mal in einem Restaurant passiert, dass wir gefragt wurden, ob die Rechnung „zusammen oder getrennt“ beglichen werden sollte. Und auch bei anderen Restaurants ist dies uns in den letzten Monaten und Jahren immer wieder passiert.

Warum diese Frage? Stellen Kellner die heutzutage jedem Paar, das ohne Kinder unterwegs ist? Sehen wir nicht wie ein Pärchen aus? Warum wird uns in unschöner Regelmäßigkeit diese Frage gestellt? Werden wir für Betreuerin und zu Betreuender gehalten?

Nur um eines klarzustellen: Meine Herzdame und ich sind im gleichen Alter. Wir sind seit 3,5 Jahren zusammen und seit dem 30.12.2013 verheiratet. Wir tragen Eheringe, allerdings an der linken Hand, was für Deutschland eher unüblich ist.

Wie ergeht es euch? Gerade Paare, die ohne Kinder unterwegs sind und gemeinsam essen gehen. Werdet ihr auch häufiger mal gefragt, ob ihr die Rechnung „zusammen oder getrennt“ begleichen wollt? Ist das heute so üblich? Geht man nicht mehr davon aus, dass bei Paaren eventuell es sehr wahrscheinlich ist, dass eine(r) von beiden die Rechnung begleicht? Was muss man heutzutage tun, um als Paar erkannt zu werden? Turtelnderweise nebeneinander anstatt sich gegenüber sitzen? Mindestens einmal während des Restaurantaufenthalts knutschen?

Bin sehr auf eure Erfahrungen gespannt!

Besuch beim König der Löwen

Am 15.04. wurde ich mal wieder ein Jahr älter. Und zu diesem Anlass machten meine Herzdame, die übrigens seit dem 30.12.2013 auch meine Frau ist, und ich einen schönen Nachmittags- und Abendausflug. Zuerst ging’s ein bisschen über den Jungfernstieg und angrenzende Straßen bummeln. Hierbei stießen wir in der Poststraße auf dieses Museumsstück:

Kaputte Telefonzelle mit fehlendem Hörer und Außer-Betrieb-Anzeige
Kaputte Telefonzelle

Die hatte wirklich schon bessere Tage gesehen! Danach waren wir noch auf dem Rathausmarkt.

Nach einem sehr leckeren späten Mittag- oder frühen Abendessen im Block House fuhren wir zu einer Vorstellung des König der Löwen.

Wir fuhren mit dem Taxi durch den Freihafen, weil meine Herzdame kein Schiff fahren kann. Der Taxifahrer bog falsch ab und ließ uns am Bühneneingang hinter dem Theater aussteigen. Der dachte wohl, wir wollten da mitspielen! 😉

Ein freundlicher Mitarbeiter des Theaters rettete uns nach ein paar Minuten und wies uns den richtigen Weg nach vorn zum Haupteingang.

Da wir sehr früh da waren, hatten die Türen zum Zuschauerraum noch gar nicht geöffnet. Wir konnten uns also die Zeit vertreiben, indem wir noch etwas tranken, die Kasse des Merchandising-Anbieters noch etwas auffüllten und die Leute um uns herum beobachteten. 😉

Die Vorstellung selbst war absolut großartig. Die Schauspieler waren sämtlichst in Hochform, die Gags waren witzig und die Musik wie immer ein Garant für viel Gänsehaut! Schon beim Eingangs-Song „Circle Of Life“ (hier natürlich auf deutsch) überkam mich eine Gänsehaut nach der anderen. Und es ging gleich so weiter!

Dies war die insgesamt zweite Vorstellung des „Königs“, die ich besuchte. Die erste liegt schon über 10 Jahre zurück. Daher fällt ein Vergleich schwer. Es war unabhängig davon ein unvergessliches Erlebnis und eine schöne Art, seinen Geburtstag zu verbringen.

Die Idee für den Besuch kam uns übrigens erst Anfang April. Auslöser war der Gesangs-Flashmob des australischen Ensembles im Flugzeug auf dem Weg von Brisbane nach Sydney. Ganz spontan schauten wir nach, ob es für meinen Geburtstag noch zwei zusammenhängende Plätze gab, und wir hatten Glück! Wir ergatterten einen der letzten Zweierblöcke und griffen sofort zu. :-)

Wer einen Hamburg-Besuch plant und das Musical noch nicht gesehen hat, dem empfehle ich unbedingt einen Besuch dieses großartigen Zeltes im Hamburger Hafen! Wenn man Glück hat, so wie wir, geht es auch recht spontan! :-) Ein unvergesslicher Abend voller toller Musik, tänzerischer Darbietungen und großartiger Sänger ist dem Besucher sicher! :-)